Bildung
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Beliebte Berufe führen nicht immer zum Erfolg
September 14th, 2009 von Torsten in Allgemein

Seit Jahren sind es die gleichen Berufe, die auf der Wunschliste von Schulabgängern ganz oben stehen. Dazu zählen der Arzt, der Manager beziehungsweise Unternehmer, der Anwalt, der Lehrer und der Naturwissenschaftler. Aber auch Ingenieur, Architekt, Psychologe, Schauspieler und Journalist wollen viele junge Menschen werden. Mit einer realistischen Selbsteinschätzung haben diese Ziele wenig zu tun. Denn die meisten Jugendlichen haben weder die Qualifikation noch die Ausdauer, um ihren Wunschberuf erlernen zu können.

Um zum Beispiel Arzt zu werden, muss man schließlich zunächst Medizin studieren. Allerdings sind die Zulassungsbeschränkungen an vielen Universitäten sehr hoch. Nur wer ein Einser-Abitur erreicht hat, wird auch sicher einen Platz bekommen. Ist man immatrikuliert, zeigt sich erst, ob man sich für das richtige Fach entschieden hat. Medizin ist genau wie Rechtswissenschaften oder Betriebswirtschaftslehre zeitaufwendig und schwierig. Nur ein Teil aller Studienanfänger wird die Ausbildung, die nicht selten über 5 Jahre oder mehr geht, schaffen. Und selbst, wer das Studium schafft, hat danach noch lange keine Garantie auf einen sicheren Job. Wer zum Beispiel Rechtsanwalt in Frankfurt oder einer anderen großen Stadt werden will, muss sich gegen eine starke Konkurrenz behaupten. Anwalt in Frankfurt bedeutet schließlich, dass man nur einer unter sehr vielen ist. Auch Ärzte haben es nicht einfach. Wer eine eigene Praxis eröffnen möchte, muss zunächst hoffen, dass in seinem Wunschgebiet noch Bedarf ist. Gibt es bereits zu viele niedergelassene Ärzte, bekommt er einen anderen Ort zugewiesen und muss im schlechtesten Fall Hunderte Kilometer umziehen. Am Besten sind wahrscheinlich die dran, die einen Kompromiss zwischen ihrem Wunschberuf und der Ausbildung mit den meisten Erfolgsaussichten eingehen.

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