In Montessori-Einrichtungen gelten die Prinzipien und Grundsätze der Montessori-Pädagogik. Damit die dort tätigen Lehrer und Erzieher den Kindern diese Prinzipien und Grundsätze auch lückenlos vermitteln können, wird von ihnen neben einer pädagogischen Grundausbildung auch ein Montessori-Diplom verlangt. Es handelt sich also um eine zusätzliche Qualifikation von Pädagogen.
Um diese zusätzliche Qualifikation zu erlangen, müssen die Erzieher und Lehrer eine Ausbildung absolvieren. Diese Ausbildung erfolgt meist in Lehrgängen, die als Abend- oder Wochenendkurse von verschiedenen Bildungseinrichtungen angeboten werden. Auf diese Weise wird es den Teilnehmern ermöglicht, sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit weiterzubilden. Die Weiterbildung zum Montessori-Pädagogen kann auch direkt bei Montessori-Vereinen absolviert werden. Egal an welcher Stelle man die Kurse besucht, die Lerninhalte sind überall gleich.
Im Wesentlichen besteht der Inhalt der Kurse darin, den Teilnehmern fundiertes Wissen über die Montessori-Pädagogik zu lehren. Neben den theoretischen Unterrichtseinheiten zur Montessori-Pädagogik steht auch das Sammeln praktischer Erfahrungen auf dem Lehrplan. Hierfür werden mehrfach Hospitationen, in der Regel sind es zehn Hospitationen während der Lehrgänge, in Montessori-Einrichtungen vorgenommen. Geleitet werden die Kurse stets von erfahrenen Dozenten.
Am Ende der Bildungsmaßnahme erwartet die Teilnehmer eine umfassende Abschlussprüfung. Im Rahmen dieser Prüfung muss nun in schriftlicher und mündlicher Form bewiesen werden, dass man für eine Tätigkeit in einer Montessori-Einrichtung qualifiziert ist. Dabei werden sowohl theoretische als auch praktische Wissensgebiete abgefragt. Hat der Teilnehmer die Prüfungen erfolgreich abgeschlossen, dann bekommt er sein Montessori-Diplom ausgehändigt. Mit diesem Montessori-Diplom kann er nun deutschlandweit in allen Montessori-Einrichtungen tätig werden.
Die Dauer und die Kosten für die Kurse sind variabel und abhängig vom jeweiligen Anbieter.
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