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Die Biogasanlage
Juni 1st, 2008 von admin in Biogas

Eine Biogasanlage erzeugt Strom und Wärme aus Biomasse. Für diesen Vorgang werden in einen Bioreaktor Gülle, Pflanzen oder andere biologische Abfälle hineingelegt. Der Reaktor, welcher auch Fermenter genannt wird, muss luftdicht verschlossen sein, damit der Faulprozess stattfinden kann. Durch den natürlichen Faulprozess entsteht in diesem Reaktor Biogas. Kleine Mikroorganismen zersetzen die Masse und bilden somit das Biogas.

Die Zusammensetzung ist je nach Grundstoff verschieden. Sie enthält aber größere Anteile an Methan und Kohlendioxid und Anteile von Wasserdampf, Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff, Ammoniak und Schwefelwasserstoff. In der Reinfolge der größer ihrer Anteile aufgelistet. Damit das Gas umgewandelt werden kann, wird es zunächst getrocknet, was bedeutet, dass der Wasseranteil gesenkt wird und durch das Zufügen von frischer Luft wird es entschwefelt. Dann wird es in einen Gasmotor weiter geleitet, welcher einen Generator antreibt, der den Strom erzeugt und in ein Stormnetz eingeschleust. Die bei dem Erzeugen entstehende Wärme wird einerseits zum Beheizen der Reaktoren benutzt, da die Mikroorganismen erst ab etwa 35° Grad Celsius schnell arbeiten.

Die darauf hin noch verbleibende Wärme wird zum Heizen des Gebäudes oder anderweitig genutzt. Die im Reaktor vergorenen Rohstoffe werden in der Landwirtschaft als Düngemittel genutzt. Biogasanlagen werden meistens privat von einzelnen Landwirten genutzt, da sie die nötige Biomasse zur Verfügung haben und die Wärme verbrauchen können. Erst seit kurzem gibt es die Biomasseheizung, die das Gas aufbereiten und es in ein Gasnetzwerk einspeisen, die überschüssige Wärme wird jedoch oft nicht komplett genutzt. Erst durch die moderne Technik sind Biomassenheizungen sinnvoll geworden, denn es geht nur wenig Energie verloren.

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