Der Kunstunterricht ist für viele junge Menschen die einzige Möglichkeit, ihre Kreativität zu entdecken. Als Kind ist es noch normal, Bilder für die Mutter oder den Vater zu malen, als Jugendlicher würde das überhaupt nicht mehr in Frage kommen. Somit beschränken sich Zeichnen, Basteln oder Skizzieren auf die Schule. Erst hier entdecken einige Personen ihr Talent. Das muss nicht unbedingt die Malerei an sich sein. Es ist auch möglich, dass jemand seine Begabung für grafische Gestaltung findet. Der Kunstunterricht ist zum Glück breit gefächert. Kunstdrucke, Poster und Leinwandbilder gehören genauso zum Lehrplan wie Ölgemälde, Selbstportraits, der Klapprahmen oder das Passepartout.
Wer am Kunstunterricht Spaß hat, vertieft das nicht selten in seiner Freizeit. Plötzlich verwandelt sich das Kinderzimmer wieder in eine Kreativzelle. Und die Werke, die dabei entstehen, sind oftmals durchaus betrachtenswert. In dieser Phase ist es wichtig, dass Eltern ihre Kinder unterstützen. Sprüche wie: „Lass den Quatsch. Das hat sowieso keine Zukunft“ oder „Vernachlässige dabei aber nicht die Schule“ sind fehl am Platz. Denn sie entmutigen die Jungen und Mädchen. Hören sie zu oft negative Kommentare, kann es sein, dass sie die Kunst aufgeben. Sie werden trotzdem ihren Weg gehen, aber ihr Leben lang das Gefühl haben, dass ihnen irgendetwas fehlt. Werden sie dagegen ermutigt, bedeutet das nicht, dass sie sich später automatisch als Künstler versuchen. Für viele bleibt es ein Hobby, das sie neben der Ausbildung ausüben. Einige aber werden ihr Hobby irgendwann zum Beruf machen. Und das muss nicht immer das Schlechteste sein. Auch in der Kunstszene gibt es schließlich viele gut bezahlte Jobs.
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