Zwar hatte sich das Traditionsunternehmen Falke auch in konjunkturell schlechten Zeiten stets am Markt behaupten können, aber diese neue Gefahr kam zu schnell und brachte die Gebrüder Falke in ihrer Eigenschaft als Unternehmensleiter in dringenden Zugzwang. Falke musste im Interesse des schieren Unternehmenserhalts schnell handeln und verlagerte einige Produktionsstätten ins arbeitgeberfreundlichere Ausland. Diese Maßnahme war zwar unter den Mitarbeitern der Textilindustrie wenig populär, rettete aber immerhin jenen, die im Unternehmen bleiben konnten, den Arbeitsplatz. Doch Falke bemühte sich auch um andere Möglichkeiten der Unternehmenskonsolidierung.
So sollte die neue Sparte der Damenmode zusätzliche Umsätze generieren. Die gute Absicht führte leider nicht zu den gewünschten Resultaten. So wurde der Versuch, während der 60er und 70er Jahre Damenmode in das Produktportfolio aufzunehmen, im Jahr 1985 zugunsten der absatzstärkeren Herrenmode für gescheitert erklärt. Im Jahr 1990 starb Paul Falke und machte so den Weg für die nächste Falke-Generation frei. Sein Sohn Paul-Georg und Franz-Ottos Sohn Franz-Peter stiegen in die Unternehmensleitung auf und traten ihr Erbe würdig an.
1995 gründeten sie die Falke International GmbH, um ihr Exportgeschäft mit besserer Logistik betreiben zu können. Nach der folgenden Übernahme weiterer Textilwerke wurden im Jahr 1999 alle Teilbereiche des Unternehmens unter dem Dach der Falke Group gebündelt. Falke KG steht für Strickstrumpfwaren, Feinstrumpfwaren und Sportunterbekleidung. Falke Fashion liefert Herrenoberbekleidung, die Leinefelder Textilwerke produzieren das Garn und die Franz Falke Textiles RSA in Südafrika liefern Strick- und Feinstrumpfwaren.
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