Bildung
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Wer sich mit zeigenössischer Kunst auseinandersetzen möchte, hat es recht schwer. Da gibt es eine Vielzahl von Namen, Stilen, Ansprüchen und Theorien, zu welchen den meisten Menschen der Zugang fehlt. Zu den klassischen Disziplinen der Malerei, Bildhauerei und Architektur sind in den vergangenen 50 Jahren weitere künstlerische Mittel hinzugekommen wie etwa Installation, Performance, Film oder Fotografie. Eben diese neuen Formen der Kunst waren es auch, die das Kunstgeschehen bis etwa 2004 Jahrtausendwende dominiert haben- die Malerei war weitestgehend uninteressant geworden. In den letzten Jahren ist aber auch die Malerei wieder in der Kunst von großer Bedeutung geworden. Eine zur Zeit sehr einflussreiche Gruppe ist die sogenannte „Neuen Leipziger Schule“. Ihre Vertreter malen nicht abstrakt, sondern mehrheitlich gegenständlich. Ihr renommiertester Vertreter ist Neo Rauch, der sich vor allem durch seinen comicartigen Stil auszeichnet, gepaart mit unwirklichen, surrealistischen Elementen .Seine10 Meter hohe Neonlichtskulptur „Mann auf der Leiter“ war sogar im Bundestag ausgestellt. Auch Matthias Weischer, ein weiterer Vertreter der „Neuen Leipziger Schule“, arbeitet mit einer Verfremdung der Realität. Anders als Neo Rauch zeigt er in seinen Arbeiten oft menschenleere Innenräume oder Gebäude, die mit verschiedenen Elementen verfremdet und so deutliche Elemente von surrealistischer Malerei zeigen. Christoph Ruckhäberle wiederum stellt in seinen Bildern oftmals melancholische Gestalten dar, seine Bilder zeugen von Melancholie, wobei er sich in geringeren Maßen der surrealistischen Mittel bedient. Doch die „Neue Leipziger Schule“ hat auch Kritiker, die den Bildern der jungen Maler nur wenig abgewinnen können. Konservatismus, Farblosigkeit und Belanglosigkeit sind die beanstandeten Hauptpunkte. Auch „Der Mensch ohne Vourtheil“, das kritische Wochenblog unter gesellschaftspolitik gehört nicht zu jenen Institutionen, die nur freundliche Worte für erfolgreiche Künstler übrig haben. Dass Erfolg auf dem Kunstmarkt sehr kurzweilig sein kann, haben schon ganz andere Künstler gezeigt. Ob die „Neue Leipziger Schule“ aber nur ein One-hit-Wonder ist oder aber dauerhaft die Kunstszene und damit auch die Kunstgeschichte prägen wird, muss sich erst noch zeigen. gesellschaftspolitik berichtet von dieser Entwicklung.

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