In Magdeburg gut zu essen ist keine große Kunst, denn es gibt eine Reihe von tollen Gerichten, mit zum Teil ungewöhnlichen Namen. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, denn dahinter verbergen sich wahre Köstlichkeiten.
Viele der Magdeburger Spezialitäten haben eine sehr lange Tradition und werden noch heute nach Originalrezepten zubereitet. So sollte man zum Beispiel mal die „Tote Oma“ probieren, auch wenn es vielleicht etwas komisch klingt. Die in Zwiebeln gebratene Bratwurst ohne Pelle, die in der Pfanne zu Brei gekocht und mit Sauerkraut und Kartoffelpüree serviert wird, ist eine Delikatesse. Nicht weniger gut schmeckt die „Beamtenstippe“ oder auch „Gehacktesstippe“ genannt. Hierbei handelt es sich um eine würzige Hackfleischsauce, zu der Kartoffelpüree und Gewürzgurken gegessen werden. Nicht weniger abenteuerlich klingt „Bötel mit Lehm und Stroh“. Wer dieses Gericht in einem Restaurant in Magdeburg bestellt, der bekommt Eisbein mit Erbspüree und Sauerkraut. Auch eine Spezialität ist die „Pottsuse“. Bei diesem Gericht bekommt der Gast einen Teller mit rohem, ungewürztem Schweinemett, das zusammen mit einem Eigelb, Zwiebeln, Senf, Salz und Pfeffer am Tisch selbst zubereitet wird und anschließend auf Graubrot gegessen wird.
Alle die es gerne süß mögen, sollten in Magdeburg in eine Bäckerei gehen und „Platte“ bestellen, denn dann bekommt man entweder einen köstlichen Butterkuchen, der mit Zucker und Butterflöckchen bestreut ist, oder einen noch warmen Bienenstich. Aber auch „Prilleken“ sind eine Köstlichkeit, kleine in Fett ausgebackene Kuchen, die in Magdeburg gerne zu Neujahr oder im Karneval gegessen wird. Aber Vorsicht, die Kuchen machen süchtig, aber leider auch dick!
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